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Die Villa Seligmann ist ein einzigartiges Juwel in der Kulturlandschaft Hannovers. Sie bietet hochkarätige Konzertveranstaltungen und vermittelt auf unvergleichliche Weise die Schönheit und den Reichtum des großen Schatzes deutsch-jüdischer Kultur.

Europäischer Synagogalchor

Anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Synagogenorgel“ wurde der Europäische Synagogalchor ins Leben gerufen. Er besteht aus erfahrenen Sängerinnen und Sängern, die in hoher künstlerischer Qualität die jüdisch-liturgische Musik Europas aus ihrer Blütezeit während des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts präsentieren. Seinen ersten von bereits über vierzig öffentlichen Auftritten hatte der Europäische Synagogalchor im Dezember 2009 im Königlichen Konservatorium zu Brüssel mit einem brückenbauenden Weihnukka-Konzert auf Einladung des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff. Während der Veranstaltungsreihe „200 Jahre Synagogenorgel“ gab der Europäische Synagogalchor Konzerte unter anderem im Staatstheater Braunschweig, in der St. Michaeliskirche Hildesheim (anlässlich des 1000-Jahr-Jubiläums) mit Helen Donath als Star-Gast, in Göttingen, Hannover, im Gasteig München, in der Synagoge Celle, in der Synagoge Weißer Storch in Breslau und in der Aula der Universität Brüssel. In Wolfenbüttel und Hamburg gestaltete er gemeinsame Konzerte mit Kantor Giora Sharon aus Indianapolis; das letztere aus dem Rolf-Liebermann-Studio des NDR (der ehemaligen Synagoge Oberstraße) wurde live im Radio übertragen. Ministerpräsident David McAllister, zugleich Schirmherr der Konzertreihe, sprach beim Abschlusskonzert der Reihe in der Landesvertretung Niedersachsens beim Bund in Berlin das Geleitwort. Parallel zur Konzertreihe erschien auch die gleichnamige erste CD mit romantischer jüdischer Chormusik. Intensive Proben unter der Leitung von Martin Helge Lüssenhop, gründliche stimmbildnerische Betreuung durch ausgewählte Gesangspädagogen und sorgfältige Koordination des künstlerischen Betriebes durch Rafael Harten ermöglichen eine differenzierte und effektive Arbeit. Der Europäische Synagogalchor zeichnet sich durch einen homogenen und atmosphärisch dichten Chorklang aus, der dem sakralen Fundament gerecht wird und dem romantischen Ideal der Synagogenkompositionen entspricht. Die Gesamtleitung des Europäischen Synagogalchores liegt bei Prof. Andor Izsák.

Fernseh-Dokumentation

Die Konzertreihe „200 Jahre Synagogenorgel“ wurde von einem Filmteam der Firma e-motion-factory für eine ARTE/NDR-Produktion begleitet. Der Film „Die Musik der Synagogen – vernichtet, verschollen und wiederentdeckt“ war auf dem deutsch-französischen Kultursender ARTE erstmals am 12. September 2011 zu sehen. Diese Dokumentation ist – zusammen mit zusätzlichen Mitschnitten von Veranstaltungen der Konzertreihe – auf der Doppel-DVD „200 Jahre Synagogenorgel“ enthalten.


CD-Veröffentlichung

200 Jahre Synagogenorgel – Romantische Chormusik aus den Synagogen Europas
Die erste CD des Europäischen Synagogalchores enhält Auszüge aus dem Konzertprogramm der "Niedersächsischen Tage der Jüdischen Musik 2010".

Ein Baum des Lebens
Europäischer Synagogalchor
Orgel: Alexander Ivanov
Leitung: Andor Izsák
Die zweite CD des Europäischen Synagogalchores präsentiert Werke von Salomone Rossi, Louis Lewandowski, Moritz Deutsch, István Szelényi, Zoltán Kodály, Maurice Ravel, Alfred Rose, Siegfried Würzburger, Gioachino Rossini, Giacomo Meyerbeer, Samuel Naumbourg, Moritz Henle und Kurt Weill.


DVD-Veröffentlichung

200 Jahre Synagogenorgel
Andor Izsák
Europäischer Synagogalchor

Erleben Sie die faszinierende Musik der Synagogen und begleiten Sie Andor Izsák bei seiner musikalischen Reise auf den Spuren der jüdischen Musik: Bis zum November 1938 erklang in vielen Synagogen Europas die herrliche jüdische Orgel- und Chormusik. Diese Kultur hatte ihren Anfang 1810 in Seesen am Harz, als Israel Jacobson eine Synagoge mit einer Orgel bauen ließ. Diese Revolution erregte viel Widerspruch, führte aber vor allem zu einer Blüte der synagogalen Musik. Andor Izsák, Forscher, Organist und Dirigent, hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Musik der Synagogen zu rekonstruieren und wiederzubeleben. Er restauriert alte Tonaufnahmen und Noten und setzt sich ins nächste Flugzeug, wenn er einen Hinweis bekommt, dass irgendwo auf der Welt wichtige Dokumente, Noten oder Orgeln aufgestöbert wurden. Im Film erklingen unter seiner Leitung bewegende Kompositionen, die ohne diese Suche heute niemand hören könnte.

Drehorte: Hannover, Celle, Wolfenbüttel, Mainz, Paris, Hamburg, Breslau und Jerusalem

Die Doppel-DVD enthält: die ARTE-Dokumentation, Auszüge aus dem Konzert in der St. Michaeliskirche in Hildesheim am 2. Mai 2010 (Gast: Kammersängerin Helen Donath, Sopran), Auszüge aus dem Konzert in der Synagoge in Celle am 15. August 2010, den vollständigen Mitschnitt des Konzertes im Rolf-Liebermann-Studio des NDR in Hamburg am 7. November 2010 (Gäste: Erika Lux, Klavier, und Kantor Giora Sharon, Bariton), den Festvortrag von Prof. Andor Izsák in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel am 19. August 2010, den Trailer der ARTE-Dokumentation.